Bas kündigt Rückzug an Bärbel Bas hat am 12. Oktober 2026 erklärt, den Co-Vorsitz der SPD mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Zugleich bat sie Bundeskanzler Friedrich Merz um ihre Entlassung als Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Ihr Bundestagsmandat will sie behalten. Damit sind der Parteirücktritt und das formale Verfahren der Ministerentlassung zu unterscheiden. Persönliche Begründung In ihrer schriftlichen Erklärung führte Bas den Tod ihrer Stieftochter und den Wunsch an, Zeit für die Trauer zu haben. Sie kritisierte außerdem öffentliche Angriffe, auch aus Reihen des Koalitionspartners. Das ist ihre eigene Beschreibung der Umstände; daraus lässt sich kein abschließend geklärter politischer Verursachungszusammenhang ableiten. Klingbeil ändert Reisepläne Finanzminister, Vizekanzler und SPD-Co-Vorsitzender Lars Klingbeil sagte nach Angaben seines Ministeriums den Indien-Abschnitt einer Asienreise wegen aktueller Entwicklungen in Berlin ab. Weitere kurzfristige Personalentscheidungen wurden dadurch nicht automatisch bestätigt. Folgen für Koalition Der Rückzug eröffnet der SPD eine personelle Neuordnung und der Bundesregierung die Frage nach der Nachfolge im Arbeitsministerium. Wer die Aufgaben dauerhaft übernehmen wird und wie sich laufende Reformvorhaben verändern, blieb am Vormittag des 12. Oktober offen.