Die Ölpreise haben am 21. Oktober einen großen Teil ihrer frühen Gewinne wieder abgegeben. Reuters meldete Brent um 14:50 UTC bei 109,04 Dollar je Barrel, nachdem am Vormittag mehr als 110 Dollar erreicht worden waren. Anleger wogen Versorgungssorgen im Nahen Osten, mögliche Ukraine-Gespräche und US-Lagerdaten gegeneinander ab.
Die BBT SE rechnet für den Brennerbasistunnel inzwischen mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2034 und Gesamtkosten von rund 11,7 Milliarden Euro. Gegenüber der bisherigen Planung steigen Kosten und Bauzeit. Das Unternehmen begründet die Anpassung unter anderem mit neuer Bahntechnik, Sicherheitsanforderungen und dem Ausbau eines Servicetunnels.
Drei Rückrufaktionen betreffen nach übereinstimmenden Berichten 72.668 Elektroautos von Volkswagen und Cupra, darunter 9.881 in Deutschland. Volkswagen bestätigt für bestimmte Batterien ein Überhitzungsrisiko und vorübergehende Ladebegrenzungen. Welche Fahrzeuge betroffen sind, hängt von der jeweiligen Aktion und der Fahrzeugidentifikation ab.
Die EU-Kommission hat ein förmliches Verfahren gegen Booking.com eröffnet. Sie prüft den Umgang mit gefälschten Unterkünften und Phishing sowie die Kennzeichnung bezahlter Suchplatzierungen. Ein Rechtsverstoß ist damit noch nicht festgestellt.
Staatsbedienstete in Kalifornien sind am 21. Oktober in einen eintägigen Streik getreten. SEIU Local 1000 verlangt einen neuen Vertrag, bessere Bezahlung, bezahlbare Gesundheitsversorgung und flexiblere Heimarbeit. Die Personalbehörde verweist auf Verhandlungsbereitschaft und Notfallpläne für öffentliche Dienste.
Der US-Dollar hält sich am 12. Oktober nahe seinem höchsten Stand seit rund 18 Monaten. Anleger beobachten den Nahostkonflikt und die für Mittwoch erwarteten US-Verbraucherpreisdaten. Der genaue weitere Zinskurs der Federal Reserve bleibt offen.
Die Flüssigerdgasexporte Katars bleiben infolge des Iran-Krieges und der Beschädigungen in Ras Laffan stark eingeschränkt. QatarEnergy beziffert den Ausfall der LNG-Exportkapazität auf rund 17 Prozent. Während einzelne Tanker wieder die Straße von Hormus passieren, liegen die Exporte weit unter dem Vorkriegsniveau. Neue Produktionsprojekte werden vorbereitet, doch eine schnelle Erholung ist nicht gesichert.
Die Ölpreise sind am 12. Oktober nach Ankündigungen zu einer möglichen russisch-ukrainischen Energie-Waffenruhe und zusätzlichen russischen Diesellieferungen zunächst gefallen. Brent notierte um 06:27 UTC bei 104,61 US-Dollar je Barrel, WTI bei 91,36 Dollar. Angriffe auf Tanker und die unsichere Lage im Nahen Osten begrenzen die Entspannung. Ob die angekündigten Vereinbarungen tatsächlich umgesetzt werden, ist offen.
IWF und Weltbank treffen sich vom 12. bis 18. Oktober 2026 in Bangkok. Vor dem Beginn der Tagung stehen die Folgen des Nahostkriegs, steigende Energiekosten und die hohe Verschuldung vieler Staaten im Vordergrund. Die Weltbank führt Gespräche mit 30 bis 40 Ländern über mögliche Krisenhilfe. Konkrete Beschlüsse der Jahrestagung liegen am 11. Oktober noch nicht vor.