Staatsbedienstete in Kalifornien haben am 21. Oktober einen eintägigen Streik begonnen. Die Gewerkschaft SEIU Local 1000 verlangt von der Regierung des Gouverneurs Gavin Newsom einen neuen Tarifvertrag. Im Mittelpunkt stehen Löhne, Gesundheitskosten und die Möglichkeiten zur Arbeit von zu Hause. Die Nachrichtenagentur AP berichtete über den Beginn der Arbeitsniederlegungen. Die Gewerkschaft vertritt rund 100.000 Beschäftigte. Diese Zahl beschreibt ihre Vertretungsbasis und ist keine bestätigte Zahl tatsächlich Streikender. Betroffen sind unterschiedliche Berufe in der Verwaltung und in öffentlichen Einrichtungen. Streit über Verhandlungen und Einkommen SEIU Local 1000 wirft dem Bundesstaat mangelnde Verhandlungsbereitschaft vor und bezeichnet den Ausstand als Reaktion auf unfaire Arbeitspraktiken. Die Gewerkschaft hatte den 21. Oktober auf ihrer eigenen Internetseite als Streiktag angekündigt und erklärt, zunächst nur einen Tag die Arbeit niederlegen zu wollen. Der regionale Nachrichtendienst CalMatters beschreibt einen länger gewachsenen Konflikt über Einkommenseinbußen und Zugeständnisse der Beschäftigten bei Haushaltsproblemen. Hinzu kommt der Streit um Newsoms Vorgabe, grundsätzlich vier Tage pro Woche im Büro zu arbeiten. Die Regierung begründet die Präsenzvorgaben mit besserer Zusammenarbeit; Beschäftigte fordern mehr Flexibilität und verweisen auf zusätzliche Kosten. Behörde verweist auf Vorkehrungen Die für Personalfragen zuständige Behörde CalHR erklärte gegenüber CalMatters, sie arbeite mit Gewerkschaft und Dienststellen an den notwendigen Vorbereitungen. Die Dienststellen verfügten über Pläne für mögliche Betriebsstörungen. CalHR erklärte außerdem, weiterhin eine faire und verantwortliche Einigung anzustreben. Für Bürgerinnen und Bürger sind Verzögerungen etwa bei der Fahrzeugverwaltung DMV und anderen Verwaltungsleistungen möglich. Der am Vortag veröffentlichte CalMatters-Bericht beschrieb solche Einschränkungen als mögliche Folgen. Er belegt keine landesweite Schließung dieser Einrichtungen am Streiktag. Ausmaß der Folgen noch offen Eine belastbare Gesamtzahl der Streikteilnehmer und eine abschließende Übersicht der tatsächlich ausgefallenen Dienstleistungen lagen in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Ebenso bleibt offen, wann beide Seiten einen neuen Vertrag erreichen. Die Gewerkschaft hält weitere Schritte für möglich, falls der Konflikt fortbesteht. Eine zusätzliche Arbeitsniederlegung ist damit noch nicht beschlossen.