Die Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützt Nigeria nach dem Nachweis einer Bundibugyo-Ebola-Infektion in der Hauptstadt Abuja. Wie UN News am 21. Oktober unter Berufung auf die WHO berichtet, wurde die Diagnose am 20. Oktober im Labor bestätigt. Die Patientin befindet sich in Isolation und wird medizinisch betreut. Infektionsort noch nicht geklärt Nach der Darstellung der WHO war die Frau zuvor aus Uganda eingereist. Am 7. Oktober traten Symptome auf; am 11. Oktober suchte sie eine private Gesundheitseinrichtung in Abuja auf. Die Behörden rekonstruieren ihre Reise- und Kontaktgeschichte. Die Einreise aus Uganda belegt nicht, dass die Infektion dort erworben wurde. Das ugandische Gesundheitsministerium verwies nach einem Bericht der nigerianischen Zeitung The Guardian darauf, dass eine Durchreise allein keinen Infektionsort nachweise. Die Herkunft der Ansteckung bleibt Gegenstand der Untersuchung. 44 Kontakte werden überwacht Nach WHO-Angaben haben die nigerianischen Behörden bisher 44 Kontaktpersonen identifiziert. Sie werden beobachtet, während weitere mögliche Kontakte ermittelt werden. In der zunächst aufgesuchten Einrichtung werden Maßnahmen zum Infektionsschutz verstärkt. Das nationale Zentrum für Krankheitskontrolle hat seine Einsatzkoordination aktiviert. Die nigerianische Katastrophenschutzbehörde NEMA rief dazu auf, mit den zuständigen Teams zusammenzuarbeiten und Gerüchte oder Stigmatisierung zu vermeiden. Diese Behördenposition gab The Guardian Nigeria am Abend wieder. Kontinentale Abstimmung geplant Africa CDC kündigte am 21. Oktober ein virtuelles Treffen der afrikanischen Gesundheitsminister für den 28. Oktober an. Anlass ist die Ausbreitung des laufenden Ausbruchs über Zentral-, Ost- und Westafrika. Die Behörde verlangt eine stärkere grenzüberschreitende Koordination und Unterstützung betroffener Länder. Das Ministertreffen ist angekündigt und hat noch nicht stattgefunden. Auch die Zahl der überwachten Kontakte ist eine Momentaufnahme. Aus dem bestätigten Fall lässt sich bislang keine belastbare Aussage über eine zusätzliche Übertragungskette in Nigeria ableiten.