Die Ölpreise haben am 21. Oktober ihre anfänglich deutlichen Gewinne weitgehend abgegeben. Nach einer Reuters-Meldung notierte Brent um 14:50 UTC, entsprechend 16:50 Uhr in Deutschland, bei 109,04 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI wurde zu diesem Zeitpunkt mit 97,72 Dollar angegeben. Das sind zeitgebundene Notierungen aus dem Handelsverlauf, keine bestätigten Schlusskurse. Früher Anstieg auf mehr als 110 Dollar Am Vormittag hatte Reuters für 10:48 UTC noch 110,85 Dollar für Brent und 99,95 Dollar für WTI gemeldet. Als Gründe für den frühen Anstieg nannte die Agentur Sorgen um die Versorgung aus dem Nahen Osten und geringe Erwartungen an schnelle diplomatische Fortschritte mit Iran. Im späteren Bericht standen mögliche neue Gespräche über den Krieg in der Ukraine stärker im Vordergrund. Nachrichten über die grundsätzliche Bereitschaft Russlands zu einer neuen Verhandlungsrunde trafen zugleich auf anhaltende Risiken für die Schifffahrt und die Energieversorgung. Lagerdaten setzen zusätzlichen Impuls Reuters berichtete außerdem unter Berufung auf die US-Energiebehörde EIA über sinkende amerikanische Rohölbestände. Diese Angaben sind von zuvor verbreiteten Schätzungen oder Daten des Branchenverbands API zu unterscheiden. Unterschiedliche Quellen und Erhebungsstände können deshalb verschiedene Zahlen zeigen. Ein Rückgang der Vorräte kann die Preise stützen, legt ihren weiteren Verlauf aber nicht allein fest. Politische Nachrichten, erwartete Fördermengen und Nachfrageannahmen wirken gleichzeitig auf den Markt. Veröffentlichungstag und Handelstag auseinanderhalten Die saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA veröffentlichte am 21. Oktober einen Bericht über den Schlusskurs des vorherigen Dienstags. Der dort genannte Brent-Wert von 108,79 Dollar gehört zum 20. Oktober und ist kein Schlusskurs des heutigen Handelstags. Für den weiteren Tagesverlauf ist in den ausgewerteten Quellen kein abschließend verifizierter Schlussstand belegt. Auch die genannten diplomatischen Signale bedeuten noch keine gesicherte Entspannung der tatsächlichen Versorgungslage.