Russland ist nach Angaben des Kreml grundsätzlich bereit, im November erneut mit der Ukraine und den USA zu verhandeln. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte am 21. Oktober nach einem Treffen des russischen Präsidenten mit US-Sondergesandtem Steve Witkoff in Sankt Petersburg, eine neue Runde könne nach dem 10. November beginnen. Reuters, AP und Deutschlandfunk berichteten über die Erklärung. Grundsätzliche Zustimmung, noch keine Vereinbarung Als vorgesehenen Schwerpunkt nannte Uschakow die Sicherheitsordnung für Russland und die Ukraine nach dem Ende des Konflikts. Er äußerte sich zugleich zurückhaltend zu neuen Vorschlägen, die Witkoff aus Gesprächen mit europäischen und ukrainischen Vertretern übermittelt habe. Die russische Erklärung belegt eine grundsätzliche Bereitschaft. Sie bestätigt weder einen von allen Beteiligten vereinbarten Gesprächstermin noch konkrete Bedingungen für eine Einstellung der Kämpfe. Auch ein Treffen der Staats- und Regierungschefs ist dadurch noch nicht fest vereinbart. Kiew verlangt Entscheidungen unter eigener Beteiligung Witkoff hatte am Vortag in Oslo mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Partnern beraten. Selenskyj erklärte laut einer veröffentlichten Rede, ein mögliches Dreiertreffen der führenden Politiker könne Fragen lösen, die nur auf dieser Ebene entschieden werden könnten. Die ukrainische Präsidialverwaltung dokumentiert außerdem Beratungen über Sicherheitsgarantien und eine mögliche begrenzte Waffenruhe. Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre betonte dort den Grundsatz, dass keine Entscheidungen über die Ukraine ohne die Ukraine getroffen werden dürften. Hubbard freigelassen Im Zusammenhang mit Witkoffs Besuch wurde die Freilassung des seit mehreren Jahren in Russland inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard bekanntgegeben. Reuters berichtete über die Freilassung als Bestandteil des Treffens. Welche weiteren Schritte aus den Gesprächen folgen, bleibt offen. Eine angekündigte Verhandlungsrunde ist kein Nachweis eines bereits erreichten Friedensabkommens. Die russischen Angaben zu Ablauf und möglichen Ergebnissen müssen an den nächsten tatsächlichen Vereinbarungen gemessen werden.